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Historie
Anno
1875 entstand das Gebäude mit der ursprünglichen Gaststätte,
heute der „Tafelhof“.
Aus
dem seinerzeit eher bäuerlichen Anwesen entwickelte sich im
Laufe der Zeit eine rein dörfliche Gastronomie.
Jan
und Trinchen Schmidt erwarben das Anwesen um 1920 von der
Familie Wittschen. Zum Lebensunterhalt trug außer einer kleinen
Landwirtschaft eine Gaststätte bei, der ein fast genau so großer
Clubraum angegliedert war.
Wilhelm
Schmidt, der Sohn von Jan und Trinchen, war Hausschlachter in
Sellstedt. Zusammen mit seiner Frau Johanne übernahm er nach
dem 2. Weltkrieg die Landwirtschaft und Gaststätte und baute
sie weiter aus.
Die
Gaststätte war Treffpunkt der ländlichen Bevölkerung. In den
Nebengebäuden war eine Viehwaage eingerichtet, wo das Vieh zum
Verkauf gewogen und anschließend gehandelt wurde. Auf den
erfolgreichen Handel trank man dann beim geselligen Zusammensein
Bier und Korn.
Um
den Anforderungen auch von größeren Feierlichkeiten gerecht zu
werden, wurde 1959 ein Saal an der Ostseite des Gebäudes
angebaut, der 1964 nochmals vergrößert wurde. An diese
Erweiterung wurden 1987 Clubraum, Toiletten und 1993 der Küchentrakt
angebaut.
Die
Landwirtschaft wurde damit nach und nach verdrängt und später
ganz aufgegeben.
Im
Jahre 1959 ließ sich der örtliche Schützenverein auf dem
hinteren Grundstück mit Schiessstand und Vereinsheim nieder.
Das Vereinsheim wurde 1987 neu gebaut. Der Schützenverein
kaufte dann im Jahre 2002 das Gelände von
Wilfried Schmidt, dem Sohn von Wilhelm und Johanne.
Wilfried
Schmidt betrieb mit seiner Frau Anke nur noch die Gastronomie.
2003
übergaben beide die Gaststätte „Zur Erholung“ an die
heutige Betreiberfamilie Rickmann, weil sie sich andernorts neu
orientieren wollten.
Am
01.03.2003 wurde die Gaststätte unter dem Namen „Tafelhof
Sellstedt“ neu eröffnet und wird seitdem von Frau Maren
Rickmann-Schmidt verantwortlich geführt.
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